Versorgung der Bewohner in Mount Rosary

Einige der Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtungen von Mount Rosary – Foto: Schwestern von Mount Rosary

15.1.2018

Die Schwestern von Mount Rosary benötigen für sich selbst keine Unterstützung. Sie betreiben Landwirtschaft und können aus der Ernte und dem Verkauf von Produkten ihren Orden weitestgehend unterhalten. Außerdem haben sie Einkünfte durch die Arbeit zahlreicher Schwestern in verschiedenen Aufgaben in Indien und in Linz/Österreich, sowie durch die Paramentenwerkstatt und die Hostienbäckerei.

Allerdings kümmern sich die Schwestern allein in den Einrichtungen von Mount Rosary in Alangar um ungefähr 250 Personen. Sie wohnen dort, werden verpflegt, und bekommen Kleidung und medizinische Versorgung.

Schwester Prescilla hat um Spenden für den Unterhalt der Bewohnerinnen und Bewohner gebeten. Dazu hat sie den folgenden Bericht geschickt:

„Die karitativen Einrichtungen von Mount Rosary sind ein „Ashram“ im Dorf Alangar, Stadtteil von Moodbidri, in Südindien gelegen. Was bedeutet „Ashram“? Ein Ashram ist ein Ort zum Wohnen für Männer und Frauen, ob alt oder jung, Kinder und Kranke, unter der Obhut von Schwestern oder Mönchen, die körperliche, geistige und gesundheitliche Betreuung leisten. Im Mount Rosary Ashram versorgen ausgebildete und erfahrene Schwestern seit mehr als zwei Jahrzehnten ca. 250 Insassen. Immer mehr Menschen klopfen bei uns an die Tür. Sie kennen die gute Pflege, die der Ashram bietet.

Im Folgenden informiere ich über vier Fälle von Menschen, die wir seit langem pflegen.

Cynthia ist eine junge Frau, ungefähr 35 Jahre alt. Sie kommt aus dem Dorf Mogarnad. Schwester Monthi hat sie vor mehreren Jahren nach Mount Rosary gebracht. Ihre rechte Körperhälfte ist gelähmt. Sie kann sich nicht selbst versorgen. Sie ist die einzige Tochter von Jerome und Marceline. Sie erhielt sofort nach ihrer Ankunft bei uns einige ayurvedische Massagen und kann nun mit Einschränkungen gehen. Sie kann in der Küche leichte Arbeiten erledigen.

Cynthia arbeitet trotz ihrer körperlichen Einschränkungen in der Küche mit

Vasanthi ist eine Hindu-Frau im Alter von 35 Jahren. Ihre Eltern sind Geetha und Sunil. Sie ist geistig behindert und lebte in der Gegend von Moodbiri auf der Straße. Sie hatte keine richtige Kleidung und wusste nicht, was Sauberkeit bedeutet. Die Polizei brachte sie nach Mount Rosary. Dort wurde sie begrüßt, bekam ein gutes Bad und einen Haarschnitt. Jetzt bekommt sie in Mount Rosary gutes Essen, lebt im Haus mit anderen notleidenden Menschen und arbeitet mit ihnen sehr gut bei den Tagesaufgaben in Mount Rosary mit. Sie ist gesund geworden.

Cynthia: 2. von rechts; Vasanthi: 2. von links

Ozy ist 75 Jahre alt. Er hatte einen Bruder namens Vincent, der gestorben ist. Auch Theresa, seine Schwester ist gestorben. Nur Veronica, eine der Schwestern, lebt und ist verheiratet. Er kommt aus Mumbai. Dort lebte er auf der Straße und später auf den Bahnsteigen des Bahnhofs. Schließlich wusch er Autos am Straßenrand und bekam dafür ein paar Rupien für Kleidung und Essen. Er schlief jeden Tag am Straßenrand. Ein Wohltäter brachte ihn zu Mount Rosary, damit er ein Dach über dem Kopf, anständige Kleidung und medizinische Versorgung hat. Er hat ein separates Zimmer mit Toilette und macht Reinigungsarbeiten auf den Wegen von Mount Rosary. Er ist seit sechs Jahren in Mount Rosary.

Charles ist 68 Jahre alt. Er hat vier Schwestern, weiß aber nicht, wo sie jetzt sind. Er stammt aus Nirmala Padav in der Pfarrei Parapady. Sein Haus brach zusammen und er hatte kein Geld, um es reparieren zu lassen. Er lebte danach in einem nahe gelegenen Waldstück. Der Gemeindepfarrer und ein Gemeindemitglied brachten ihn vor sieben Jahren nach Mount Rosary. Jetzt lebt er kultiviert im Haus für die Männer. Er bringt Essen aus der Küche zum Männerhaus und hilft bei der Reinigung der verschiedenen Räume und Verandas und der Kapelle mit.

Ozy: hintere Reihe links; Charles: hintere Reihe, 4. von links; – Foto: Schwestern von Mount Rosary

Wir haben viele ähnliche Fälle, in denen Menschen aus den verschiedensten Gründen nach Mount Rosary kommen und Schutz zu suchen. Immer mehr Menschen möchten in unserem Ashram wohnen. Aber da wir keinen Platz haben, tut es uns leid, sie nicht aufnehmen zu können.

Das sind die Kosten für Essen, Gesundheit und andere Ausgaben für einen Monat:

  • Wir brauchen ungefähr 750 kg Reis. Die Kosten hierfür betragen 45.000 Rupien (ca. 580 Euro).
  • Wir brauchen monatlich 32.000 Rupien (ca. 415 Euro) für Gemüse.
  • Um einmal in der Woche etwas Fisch zum Mittagessen geben zu können, brauchen wir ungefähr 32.000 Rupien (ca. 415 Euro) monatlich.
  • Für die gesundheitlichen Bedürfnisse von kranken Insassen benötigen wir 60.000 Rupien im Monat (ca. 780 Euro). Da wir ein eigenes Krankenhaus haben und die Kosten im Vergleich zu anderen Krankenhäusern geringer sind, sind diese Aufwendungen für uns relativ gering.  
  • Für Strom, Wasser und Reparaturen haben wir einen monatlichen Aufwand von 40.000 Rupien (ca. 520 Euro).

Die monatlichen Gesamtkosten liegen bei 209.000 Rupien (ca. 2.710 Euro).

Hin und wieder bekommen wir auch Lebensmittelspenden von Menschen aus unserer Umgebung. Diese Spenden decken aber nur einen sehr kleinen Teil des tatsächlichen Bedarfs. Wir würden uns deshalb über weitere Spenden für den Unterhalt der 250 Bewohner und Bewohnerinnen im Mount Rosary Ashram sehr freuen.“


Über jede Spende hierfür würden wir uns freuen. Unser Spendenkonto finden Sie >hier.