Ausbau des Hospitals und neue Überweisung nach Mount Rosary

7.7.2018

Jonathan Binetsch aus Bodnegg bei Ravensburg, der zurzeit sein Freiwilliges Soziales Jahr in Mount Rosary leistet, hat einen Bericht über den Fortschritt der Bauarbeiten am Mount Rosary Hospital geschrieben. Den Bericht finden Sie gleich unterhalb dieser Neuigkeiten.

Die erste Baugrube für den Erweiterungsbau des Hospitals – Foto: Helpers of Mount Rosary

Jonathan hat seine Pfarrgemeinde St. Ulrich und Magnus in Bodnegg am Bodensee gebeten, für den Neubau am Mount Rosary Hospital zu spenden. Den Spendenaufruf, der auch vom dortigen Kirchengemeinderat unterstützt wird, finden Sie auf der Homepage seiner Pfarrgemeinde. Die erste Spende von dort ist schon auf unserem Spendenkonto angekommen und wird mit unserer nächsten Überweisung nach Mount Rosary geschickt.

Schwester Prescilla hat einen Bericht über die Einweihungsfeier für die Hospitalerweiterung geschrieben. Sie finden den Bericht (in englischer Sprache) hier: 2018-06 Bericht Sr Prescilla Einweihung Baustelle Hospital

Segnung des Grundsteins für die Hospitalerweiterung – Foto: Helpers of Mount Rosary

Wir haben weitere Spenden in Höhe von 5.000 Euro für karitative Aufgaben nach Mount Rosary überwiesen. Das Geld ist vor einigen Tagen dort schon angekommen.

Vielen Dank an alle Spenderinnen und Spender, die das möglich gemacht haben.

Teile der Spenden werden für die Versorgung der Einwohner von Mount Rosary und für das neue Sevanilaya-Projekt verwendet. Hierbei handelt es sich um den Bau eines Hauses für 30 bedürftige Menschen in Mangalore. Gleichzeitig sollen dort sechs Schwestern von Mount Rosary wohnen, die sich um diese Menschen kümmern, aber auch von dort in Mangalore in verschiedenen Fachrichtungen studieren. Eine detaillierte Beschreibung finden Sie hier >Haus für Bedürftige in Mangalore.

Anne und Alfons Rasche haben die beiden Damen, von denen Mount Rosary das Gelände in Mangalore geerbt hat, zusammen mit Schwester Prescilla bereits im Januar 2013 besucht.

Anne Rasche und Schwester Prescilla vor dem Haus „Sevanilaya“ in Mangalore

 


An allen Konventen der Schwestern in der Gegend von Moodbidri betreiben die Schwestern Landwirtschaft, um damit einen wesentlichen Beitrag zu den Einkünften des Ordens zu leisten. Sie haben bereits mehrere gut funktionierende kleine Biogasanlagen, mit denen sie das Gas für die Kochstellen in ihren Küchen produzieren.

Am Nirmala-Konvent, der in unmittelbarer Nähe zu den zentralen Einrichtungen von Mount Rosary liegt, haben sie nun eine neue Biogasanlage gebaut. 

Fotos: Helpers of Mount Rosary


Wir haben inzwischen alle Patenkinderbriefe verteilt. Bei den Übersetzungen haben uns wieder Ivana Weisbrod, Werner Wittig und Martin Jung geholfen. Ganz herzlichen Dank für die tolle Unterstützung.


Wir haben bei der Spendenplattform Aid2People eine Gruppenspende für die Frauensozialarbeit von Mount Rosary eingerichtet. Diese Gruppenspende ist noch bis 30.9.2018 aktiv. Wenn wir dort zu den Spendenaktionen mit den meisten Spendern in einer der 20 Kategorien gehören, gibt es von Aid2People eine zusätzliche Spende von 1.000 Euro.

Wir wären sehr dankbar, wenn Sie eine (kleinen) Beitrag zum Erfolg dieser Aktion beitragen würden. Ihre Spende an Aid2People kommt vollständig unserem Spendenkonto zugute. Eine Spendenquittung bekommen Sie von dort. Wenn Sie mindestens 5 Euro spenden, bekommen Sie noch zwei gesponsorte Spendengutscheine über jeweils 5 Euro. Einen davon können Sie selbst verwenden und einen an jemanden verschenken. So wird Ihre Spende also auf jeden Fall um 10 Euro erhöht. 

Hier geht es zur Gruppenspende: 


In der letzten Woche haben Studentinnen und Studenten der Sozialarbeit des Alva’s College Mount Rosary besucht. Die Einrichtungen von Mount Rosary sind oft Ziel von Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen, insbesondere der Sozialarbeit und Landwirtschaft.

Studentinnen und Studenten des Alva’s College besuchen Mount Rosary und treffen dabei auch Jonathan Binetsch, den FSJler aus Ravensburg – Foto: Helpers of Mount Rosary

 

Die Bauarbeiten sind in vollem Gange

 

Ein Rundumblick der Baustelle

An einem sonnigen Freitagmittag besuchte ich das Mount Rosary Hospital um mich über den Bau des neuen Krankenhauses zu informieren. Schon hinter dem Eingangstor fielen mir die gewaltigen Berge aus Erde und Schutt auf die andeuteten, dass hier gerade etwas Großes im Gang ist. Als ich dann die Baustelle sah staunte ich nicht schlecht.

Die Kokosnuss markiert den Grundstein, mit dem das Projekt begann.

In einer Zeit von gerade mal 40 Tagen wurde hier alles umgegraben. Die Fundamente sind ausgehoben, die Betonstützen gegossen und die Metallkonstruktionen für die Pfeiler des neuen Gebäudes stehen ebenfalls.

Die Betonformen werden ausgehebelt.

Die Atmosphäre auf der Baustelle war sehr entspannt aber keineswegs gelangweilt. Überall wurde gehämmert, ausgehebelt, wurden Bretter umhergetragen oder neues Baumaterial angeschafft. Die Arbeiter posierten gerne vor meiner Kamera, sie schienen stolz auf ihre Arbeit zu sein.

Leider konnte ich mich nur mit wenigen Bauarbeitern unterhalten, da die meisten Hindi sprachen. Für ein gemeinsames Foto reichte es jedoch.

Ich kam zum rechten Zeitpunkt und konnte dem Abriss eines alten Krankenhausflügels beiwohnen und sehen wie die Betonformen für das neue Krankenhaus entfernt wurden. Der Betrieb im alten Gebäude läuft wie gewohnt weiter. Auch wenn man nun nicht mehr im Innenhof spazieren kann – die Schwestern und Patienten beobachten gerne, was sich da an Aktion und Betriebsamkeit abspielt.

In der Mitte steht der Bauleiter und koordiniert den stufenweisen Abbau des Daches

Langsam aber stetig entsteht hier ein modernes, zweistöckiges Krankenhaus, das den Stand des jetzigen bestimmt noch übertreffen wird.

Der Grundstein ist gelegt!

Über dem Eingang zum Mount Rosary Hospital

Gleich in den ersten Tagen, in denen ich hier ankam, erzaehlte mir Father Pinto von dem aktuellen Ausbauprojekt des Mount Rosary Krankenhauses in Alangar. Er zeigte mir Bauplaene und Kostenaufstellungen und erklaerte mir, was das neue Krankenhaus fuer Aufgaben erfuellen koennen wird. In den darauffolgenden Wochen schrieb ich an meine Verwandten und Bekannten aus der Heimat und zeigte ihnen, was da im kleinen Doerfchen Alangar geplant ist, in der Hoffnung, dass das Projekt auch aus Deutschland finanzielle Unterstuetzung erfaehrt.

Monsignore Edwin C. Pinto

Am Tag der Arbeit, dem ersten Mai, wurde der symbolische erste Grundstein des neuen Krankenhaus Gebaeudes gelegt. Das Geld fuer die Finanzierung des gesamten Komplexes ist zwar noch lange nicht gesammelt, doch mir gefaellt diese Mentalitaet, sich davon nicht beirren zu lassen und einfach so viel zu schaffen, wie es aktuell moeglich ist. Wenn der Stein einmal ins Rollen gekommen ist, dann wird er bestimmt auch am Ziel ankommen.

Zur feierlichen Zeremonie versammelten sich die Krankenschwestern, Schwestern von Mount Rosary, Priester aus der Region und alle die am Bau beteiligt sein werden. Es gab Ansprachen (die ich leider nicht verstand), es wurde gesungen und gelacht und ich machte Fotos.

Anschliessend segneten die Priester die Erde, auf der das neue Krankenhaus entstehen soll. Der Architekt zeigt ihnen, wo das Grundstueck verlaeuft.

 

Zum Schluss wurde dem ganzen Vorhaben noch den Segen erteilt. Trotz der Hitze an diesem Dienstagvormittag freuten sich alle Anwesenden ueber die gelungene Eroeffnung des Bauprojekts und ueber den Tee, der anschliessend serviert wurde.

                  

 

Ein junger Mann aus Ravensburg arbeitet jetzt in Mount Rosary

29.4.2018

Seit Anfang des Monats arbeitet Jonathan, ein junger Mann aus Ravensburg, in einem Freiwilligen Sozialen Jahr in Mount Rosary. Er wird über seine Erfahren auf unserer Homepage berichten. Seine ersten Eindrücke hat er schon hier veröffentlicht: Jonathan in Mount Rosary

Wir freuen uns sehr darüber. In Kürze wird er auch Bilder von dort veröffentlichen.


Neue Überweisungen in Mount Rosary angekommen

Wir haben Anfang des Monats zwei Überweisungen mit einem Gesamtbetrag von 20.010 Euro geschickt. Das Geld ist dort gut angekommen. In dem Betrag sind die jährlichen Spenden für die Patenkinder enthalten. Außerdem haben wir auf Wunsch der Spender Geld für die Sozialarbeit für Frauen, die Versorgung von Kindern mit Lebensmitteln, die Familie der verstorbenen Perpetua, das Brillenprojekt (das damit abgeschlossen ist) und die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner von Mount Rosary überwiesen. Über einen Teil der Spenden können die Schwestern vor Ort nach Bedarf entscheiden.


Patenkindertreffen

Um die Osterzeit herum haben die Schwestern mit Unterstützung durch Princy Pinto wieder Treffen für die Patenkinder organisiert. Bei dieser Gelegenheit haben sie auch die Briefe an ihre Paten geschickt. Diese Briefe sind im Moment unterwegs nach Deutschland und werden von uns dann direkt verteilt.

Die Fotos stammen von Princy Pinto.

 

Erste Wochen in Mount Rosary

Seit dem 7. April bin ich nun schon hier in Mount Rosary, lerne die vielen verschiedenen Pflanzen, Tiere und Menschen kennen, uebe mich in der regionalen Sprache Kannada und unterstuetze die Arbeiter beim Cashewnuesse sammeln, Kautschuk ernten oder lege ein neues Blumenbeet vor dem Haus der Schwestern an. Und wie kam es dazu?

Mein Name ist Jonathan, ich komme aus Ravensburg im Sueden Deutschlands, nahe des Bodensees und bin 18 Jahre alt. Nach meinem Abitur 2017 bewarb ich mich fuer das Freiwilligendienst-Programm weltwaerts, das vom Staat gefoerdert wird, um ein Jahr in Indien zu leben und zu arbeiten. Meine Motivation dabei war, den westlichen Kulturkreis zu verlassen und in eine andere Lebens- und Denkweise einzutauchen um meinen Horizont zu erweitern und mein bisheriges Weltbild zu ueberdenken. Ueber die indische Organisation FSL India, die ueberall im Land Freiwilligendienste koordiniert, kam ich zu Mount Rosary und damit zu Sister Prescilla und Monsignore Pinto.

Die beiden nahmen mich in den ersten Tagen herzlich auf und fuehrten mich allmaehlich in das Leben und den Arbeitsalltag der Einrichtung ein. Jede Schwester und jeder Bewohner schien sich ueber meine Ankunft sehr zu freuen; und obwohl die Sprachbarriere uns natuerlich daran hinderte intensive Gespraeche zu fuehren, entwickelte sich doch mit vielen sehr bald ein freundschaftlicher Kontakt.

Ich wohne in einem Gaestezimmer ueberhalb des Bueros von dem aus ich die Chiko Baeume sehen kann und nur ein paar Treppenstufen vom Speisesaal entfernt bin, in dem ich immer mit Sister Prescilla zusammen esse. Nach dem Fruehstueck treffe ich mich mit Monsignore Pinto und wir ueberlegen uns, wo ich an diesem Tag mitarbeiten kann. Manchmal helfe ich den Maennern beim Feuerholz stapeln, oft sammle ich Cashewnuesse und einmal durfte ich beim Kautschuk ernten helfen. Taeglich lerne ich neue Dinge ueber die Landwirtschaft hier und die einfachen, oekologischen Mittel, den Anbau der vielen Fruechte und Nuesse zu verbessern. In den ersten Wochen verbrachte ich auch viel Zeit mit den alten Menschen, die hier leben; Gelegentlich bete ich mit ihnen oder uebe meine Kannada-Kenntnisse (worueber sie sich sehr amuesieren).

In den ersten Wochen ist es fuer mich vor allem wichtig, meinen Koerper und Geist an die anderen Bedingungen hier zu gewoehnen. Aufgrund der Hitze und dem anderen Essen durfte ich bereits die Dienste des Mount Rosary Hospitals in Anspruch nehmen und mich von den Schwestern fuer einige Tage versorgen lassen, bis ich wieder auf den Beinen war.

Ich bin sehr beeindruckt von der Weitlaufigkeit des Gelaendes, der Verschiedenheit all seiner Bewohner und der Ruhe und Gewissenhaftigkeit mit der sie hier leben. Ich sass mal auf einer Bank beim Friedhof und hoerte indische Raga-Musik im Sonnenuntergang. Da ist der Kontrast umso staerker, wenn ich mal rauskomme und in den Strassenlaerm und Trubel der Grossstadt Mangalore eintauche.

Hier unter den Palmen und Baeumen von Mount Rosary fuehle ich mich sehr gut aufgehoben. Ich wuensche mir, moeglichst viel zu lernen um nicht nur Gast sondern auch eine wirkliche Unterstuetzung zu sein und regelmaessig in der schoenen Natur mitarbeiten zu koennen. Ich freue mich ueber den Kontakt nach Deutschland mit den Freunden von Mount Rosary und hoffe, dass ihre Arbeit in der Heimat nach wie vor Fruechte traegt um diese wunderbare Einrichtung hier im Sueden Indiens weiterhin zu unterstuetzen!