Schwester Joyet hat ihre Diplomprüfung bestanden

4.10.2019

Seit fünf Jahren ist Schwester Joyet in Linz/Österreich. Nach dem Erlernen der deutschen Sprache und Mithilfe im Karmelitenkonvent hat sie dort am Elisabethinen-Krankenhaus ein Studium der Gesundheits- und Krankheitspflege begonnen. Dieses Studium hat sie im letzten Monat mit der Diplomprüfung und einem guten Gesamtergebnis abgeschlossen.

Schwester Joyet mit ihrem Diplomzeugnis und den Schwestern Prescilla (rechts) und Oravia (links)
Sie ist nun in Mount Rosary und bereitet sich auf ihr ewiges Gelübde im kommenden Januar vor. Danach wird sie wieder nach Linz zurückkehren und dort im Krankenhaus arbeiten.

Jan Hemmersmeiers Spendenprojekt ist erfüllt

3.10.2019

Jan Hemmersmeier, dessen einjähriger Freiwilligendienst in Mount Rosary vor einigen Monaten endete, hatte ein Spendenprojekt gestartet. Sein Ziel war es, 1290 Euro für ein landwirtschaftliches Projekt von Schwester Theresea zu sammeln. Jan und wir sind allen Spenderinnen und Spendern sehr dankbar. Insgesamt sind 1345 Euro zusammengekommen, die wir in den nächsten Tagen in voller Höhe nach Mount Rosary überweisen werden. Über den Fortgang der Arbeiten werden wir hier berichten.

Jan Hemmersmeier und Schwester Theresea

Trödelmarkt 2019

23.8.2019

Wir hatten die Hoffnung, einen passenden Termin zu finden, schon fast aufgegeben. Entweder war das Wetter zu schlecht oder es kamen andere Unwägbarkeiten dazwischen. Aber nun hat es doch geklappt. Wir erfuhren von den wöchentlichen Trödelterminen in den Sommerferien in Straelen und fuhren kurzentschlossen am 14. August frühmorgens los. Petrus meinte es gut mit uns. Bei schönstem Wetter, supernetter Kundschaft und freundlichen Trödelnachbarn verlebten wir einen abwechslungs- und erfolgreichen Tag. Müde und zufrieden kamen wir nachmittags zurück und freuten uns über das gute Ergebnis von knapp 300 Euro.

Allerdings waren in unserem Pkw-Anhänger noch so einige Schätze. die wir nicht an den Mann oder die Frau bringen konnten, da der Stand für all die schönen Sachen, die wir hatten, einfach zu klein war. Also sind wir kurzerhand in der nächsten Woche noch einmal hingefahren. Wieder war das Wetter schön und die Kundschaft und die Nachbarin sehr nett (die Nachbarin hieß übrigens auch Anne).

Auf dem Schnäppchenmarkt in Straelen

Besonders erwähnen möchten wir den Marktmeister Herbert Roebers, der ab 13 Uhr direkt neben unserem Stand war. Wir hatten nette Gespräche mit ihm und als wir eingepackt haben um nach Hause aufzubrechen, hat er kräftig mit zugepackt und uns geholfen, unsere Siebensachen ordentlich wieder im Anhänger zu verstauen. Vielen Dank nochmals dafür. Diese Freundlichkeit hat unseren wieder erfolgreichen Tag noch gekrönt und wir fuhren müde, schmutzig und glücklich nach Hause.

Der Gesamterlös vom Straßentrödel in diesem Jahr beläuft sich auf 430 Euro. Insgesamt sind aus dem Verkauf von Trödel seit dem 1.1.2015 bis jetzt 12.063,21 Euro zusammengekommen.

Anne Rasche

Spendenaktion von Jan Hemmersmeier

28.7.2019

Fast ein Jahr habe ich nun in im Hilfsprojekt Mount Rosary in Südindien gelebt, gelernt und gearbeitet. Mount Rosary ist in dieser Zeit mein zweites Zuhause geworden. Zurück in Deutschland vermisse ich es jeden Tag. Ich möchte die Menschen dort weiterhin unterstützen und bitte Sie deshalb auch um Ihre Hilfe.

Mein Name ist Jan. Ich komme aus Hamburg. Nach meinem Abitur 2018 bewarb ich mich für das Freiwilligendienst-Programm „weltwärts“, das vom Staat gefördert wird, um ein Jahr in Indien zu leben und zu arbeiten. Meine Motivation dabei war, raus aus meiner alltäglichen Umgebung zu kommen und in eine komplett andere Lebens- und Denkweise einzutauchen, um meinen Horizont zu erweitern und mein bisheriges Weltbild zu überdenken. Über die Organisation AFS, die in der ganzen Welt Freiwilligendienste koordiniert, kam ich zu Mount Rosary.

In meinen ersten Wochen nahmen mich alle herzlich auf und führten mich in das Leben und den Arbeitsalltag der Einrichtung ein. Jeder Bewohner und jede Schwester freute sich über meine Ankunft und schnell entwickelte sich trotz der Sprachbarriere ein freundschaftlicher Kontakt mit vielen der Bewohner. Mein Mitfreiwilliger Jonathan Binetsch war zum Zeitpunkt meiner Ankunft bereits 5 Monate in Mount Rosary und hat mir die Integration in das mir fremde Leben vereinfacht.

Zwischen dem Haus der Schwestern und der Küche haben wir uns ein Zimmer in einem kleinen Haus geteilt. Das Haus hat nur zwei Zimmer. Im Nachbarzimmer wohnt eine liebenswerte alte Dame namens Bridgit. Wir haben sie beide zu lieben und zu hassen gelernt. In mancher Nacht sind wir von ihrer lauten Stimme aufgewacht, während sie sich über die Moskitos beschwert oder gebetet hat. Wir waren jedoch jedes Mal wieder mit ihr versöhnt, wenn sie dann am nächsten Morgen uns mit einem breiten Lächeln ein „Good morning“ gewünscht hat.

Täglich haben wir uns mit Schwester Theresea getroffen, um die jeweils anstehende Arbeit zu besprechen. Sie hat mir alles beigebracht, wie man pflanzt, für die Pflanzen je nach Saison sorgt, sie düngt und erntet. Mit ihr haben wir eines unser Hauptprojekte in unserer Zeit entwickelt: den wassersparenden Anbau von Gemüse in Futtersäcken. Wasserknappheit ist in Indien ein großes Problem. Während der Sommermonate April und Mai wurde weniger gewässert als es eigentlich nötig wäre. Zu dieser Zeit war es nicht mehr wirtschaftlich, Wasser zur intensiven Bewässerung aus den Brunnen zu pumpen.

Bei unserer Technik haben wir Wasser gespart, indem die Pflanzen erhöht vom Boden in Säcken angebaut wurden. Dies führt zu weniger Unkraut und damit auch weniger Arbeitsaufwand und Wasserverbrauch. Ebenfalls wassersparender war unsere gezielte Bewässerung per Schlauch anstatt dem sonst üblichen Einsatz von Sprengern. In unseren mit Erde gefüllten ehemaligen Futtersäcken haben wir Bohnen, Okraschoten und Gurken angebaut. Dafür geeignet waren am Ende nur die Bohnen, aber dafür hat es sich gelohnt: insgesamt haben wir 180 kg Bohnen geerntet und damit die Versorgung Mount Rosarys mit Bohnen über das Jahr nahezu sichergestellt. Sister Theresea plant, diese Anbaumethode nach der Regenzeit mit den nächsten Freiwilligen fortzusetzen. Zusätzlich zum Gemüse haben wir auch Ananas und Bananen angebaut.

Mitte Februar ging Jonathans Freiwilligendienst zu Ende. Seine Nachfolgerin Nele kam im April nach Mount Rosary. Nun konnte ich mein Wissen an sie weitergeben. Zusammen haben wir unser Sommerprojekt geplant. Während der Sommermonate sind in Indien Schulferien. Freiwillige, die sonst in Schulen arbeiten, werden dann in die Landwirtschaft oder in Kinderheime geschickt. Wir bekamen tatkräftige Unterstützung von 4 weiteren Freiwilligen. Nun konnten wir auch größere Projekte angehen und Sister Theresea schlug vor, dass wir uns einem Gelände im 30 Minuten entfernten Nellikar annehmen. Nun fuhren wir mit Sister Theresea für insgesamt 4 Tage die Woche nach Nellikar. Dieses 1 acre (0,41 Hektar) große Gelände sollte eigentlich verkauft werden, aber ein Käufer wurde nie gefunden. Deshalb waren jetzt wir an der Reihe: es galt, das Gelände wieder auf Vordermann zu bringen und einen neuen Brunnen zu bohren. Als wir anfingen, war das gesamte Gelände von Unkraut überwuchert. Wir fingen damit an, die 150 Arecapalmen von Unkraut zu befreien und zu düngen. Außerdem haben wir noch ein Gemüsefeld für die Regenzeit angelegt.

In Mount Rosary haben wir während des 6-wöchigen Summer-Projects zwei kleine Gemüsefelder und ein paar Beete für Süßkartoffeln angelegt.

Nach der Regenzeit plant Sister Theresea, Nellikar auszubauen mit dem Ziel, eine weitere Einkommensquelle für Mount Rosary zu bekommen. Mit dem Gewinn aus dem Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten werden Teile der Medikamentenkosten der Bewohner Mount Rosarys bezahlt. Dafür braucht sie Ihre Unterstützung.

Wie können Sie helfen? Es werden insgesamt 1290 Euro benötigt, um Setzlinge zu kaufen und Arbeiter zu bezahlen. Eine genaue Auflistung der Kosten finden Sie weiter unten.

Wer sich beteiligen möchte, kann mit dem Verwendungszweck „Nellikar “ auf das Spendenkonto der „Freunde von Mount Rosary“ einzahlen.

  • Freunde von Mount Rosary
  • IBAN: DE19 3206 0362 0305 9070 14 (lesefreundlich)
  • IBAN: DE19320603620305907014 (zum Kopieren)
  • BIC: GENODED1HTK

Es ist wichtig, im Betreff deutlich zu machen, wofür das Geld bestimmt ist. Alle wichtigen Informationen über die Freunde von Mount Rosary gibt es auf dieser Homepage.

Informationen zu Spendenquittungen finden Sie auf der Seite Kontakt/Konto.

Alle Spenden, die über den benötigten Betrag von 1290 Euro hinausgehen, werden für die Finanzierung des Mount Rosary Hospitals eingesetzt. Hier finden Sie zur Information einen Bericht zum Ausbauprojekt des Mount Rosary Hospitals:

Das Projekt Mount Rosary ist mir sehr wichtig. Ich habe vor Ort in Indien gesehen, wie die Organisation Menschen hilft. Dort zu leben und zu arbeiten hat mich auch persönlich unglaublich stark weitergebracht. Ich hoffe, Sie verstehen das und können mit einer kleinen Spende helfen. Falls noch Fragen offen sind, können Sie mir eine E-Mail an schreiben.

Jan Hemmersmeier

Das neue und das alte Hospital
Arecapalme: 50 x 35 Rupien 1.750 Rupien
Pfefferpflanze: 250 x 35 Rupien 8.750 Rupien
Kokosnusspflanze: 15 x 150 Rupien 2.250 Rupien
Jasminstrauch: 25 x 35 Rupien 875 Rupien
Pan-Blätter: 50 x 35 Rupien 1.750 Rupien
Arbeiter: 42 Arbeitstage x 600 Rupien 25.200 Rupien
Dünger und Transport:   15.000 Rupien
Bewässerungssystem:   25.000 Rupien
Transport (Kokosnüsse):   1.500 Rupien
Transport (Arecanüsse):   2.500 Rupien
zukünftige Investitionen:   15.000 Rupien
Gesamt:   99.575 Rupien
entspricht ca.:   1.290 Euro

Fotos: Jan Hemmersmeier

Spendenaktion für Schwester Shantis Familie

20.4.2019

Schwester Shanti (zweite von rechts) im Januar

Shanti ist eine der jungen Schwestern von Mount Rosary. Sie wird bei ihrer Ausbildung über unser Patenkinderprogramm unterstützt. Vor drei Wochen ist ihr Vater an den Folgen eines Unfalls im Alter von 59 Jahren gestorben.

Das alte, kleine Haus der Familie hat einen Wohn-/ Schlafraum für alle sechs Familienmitglieder und eine Küche.

Das alte Haus von Shantis Familie

Vor kurzer Zeit hat die Familie mit eigenen Mitteln, einem Zuschuss der Regierung und Darlehen von der Selbsthilfegruppe, von Mount Rosary und der Bank begonnen, ein neues Haus zu bauen. Das Haus soll drei Wohn-/ Schlafräume, eine Küche, ein Esszimmer und ein Bad mit Toilette bekommen. Die Wände, die Decke und der Außenputz sind fertig.

Der Neubau

Durch den Tod des Vaters fällt der wesentliche Teil des Familieneinkommens weg. Shantis Mutter ist wegen einer Erkrankung nicht in der Lage, zu arbeiten. Sie muss Medikamente nehmen, die die Familie bezahlen muss.

Shantis Bruder arbeitet als Maurer. Er muss nun den Unterhalt der Familie sicherstellen. Eine ihrer Schwestern hat gerade eine Arbeit gefunden. Sie verdient ca. 50 Euro im Monat. Die andere Schwester geht noch zur Schule.

Das jetzige Familieneinkommen reicht nicht aus, den Hausbau fortzusetzen. Für die Beendigung der Arbeiten fehlen der Familie ca. 8.000 Euro.

Shantis Patin hat eine Spendenaktion gestartet, um Shantis Familie zu helfen. Wir würden uns sehr freuen, wenn viele sich hieran beteiligen würden.

Wer sich beteiligen möchte, kann mit dem Verwendungszweck „Familie Shanti“ auf unser Spendenkonto

  • Freunde von Mount Rosary
  • IBAN: DE19 3206 0362 0305 9070 14 (lesefreundlich)
  • IBAN: DE19320603620305907014 (zum Kopieren)
  • BIC: GENODED1HTK

zahlen.

Shantis Patin, Anne Marie Schmitz, veranstaltet an jedem Samstag im Mai einen Bücherbasar. Der Erlös ist für Shantis Familie bestimmt. Einzelheiten hierzu finden Sie auf der Einladung:

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Zu Besuch in Mount Rosary – Bericht von Alfons Rasche

Vom 7. bis zum 18.1.2019 war ich in Mount Rosary zu Besuch und konnte mich dort insbesondere über den Fortschritt der Baumaßnahmen am Mount Rosary Hospital und am Seniorenhaus Sevanilaya in Mangalore informieren. Außerdem konnte ich dort „alte“ Freunde wiedertreffen und neue Freundschaften schließen.

Begrüßung am Hospital durch Monsignore Pinto, Schwestern Prescilla, Mable, Lilly, Anni und Sunil, den Bauunternehmer, der das neue Hospital baut

Zunächst zum Mount Rosary Hospital: ein Teil des alten Gebäudes ist über 60 Jahre alt und genügt nicht mehr den heutigen Bedürfnissen an ein Krankenhaus. Ein neuerer Flügel des bisherigen Gebäudes wird erhalten und renoviert. In ihm werden Krankenzimmer hergerichtet. Der kleine Operationssaal, der vor mehreren Jahren mit Spendenmitteln aus Tönisberg umgebaut wurde, bleibt erhalten. Ebenso werden die Geräte, von den viele ebenfalls mit Spenden über unseren Verein finanziert wurden, im neuen Gebäude weiter verwendet.

Die bisherige Arbeit der Schwestern von Mount Rosary für das Hospital ist in der Umgebung bekannt geworden. Hierbei haben die über unseren Verein weitergeleiteten Spenden einen wesentlichen Beitrag geleistet. Als besondere Maßnahmen sind zu nennen: Beschaffung von Laborgeräten, Gehalt für eine Frauenärztin und einen Internisten, Umbau eines Operationssaals, Beschaffung von Generatoren, eines Krankenwagens, eines Ultraschallgerätes und eines Transformators.

Im letzten Jahr hat sich eine Gruppe von Menschen aus Moodbidri und der Umgebung zu einem Hospitalkomitee zusammengeschlossen. Diese Gruppe ist der Initiator für die jetzigen Arbeiten. Sie kümmert sich auch um die Gewinnung von Spenden für den Neubau. Dabei werden das Hospitalkomitee und die Schwestern von Mount Rosary auch von Sunil, dem für den Neubau verantwortlichen Bauunternehmer, unterstützt.

Wir unterstützen die Baumaßnahmen ebenfalls mit Spenden und würden uns über Ihren Beitrag natürlich sehr freuen. Unser Spendenkonto finden Sie auf unserer Seite Kontakt & Konto. Die nächste Spende für das Hospital werden wir Anfang April überweisen.

Die katholische Pfarrgemeinde St. Ulrich und Magnus in Bodnegg beteiligt sich ebenfalls an der Unterstützung der Baumaßnahme. Einen neuen Bericht über diese Aktion hat Jonathan Binetsch auf der Homepage der Pfarrgemeinde veröffentlicht.

Bei unserem ersten Besuch (2010) in Mount Rosary war übrigens lediglich ein Arzt im Hospital tätig, Dr. Martis Manohar. Das gerade vor wenigen Tagen erneuerte Schild mit den Namen der Ärztinnen und Ärzte sieht nun so aus:

Das Seniorenheim „Sevanilaya“ in Mangalore ist fast fertiggestellt. Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner sind kurz nach meinem Besuch dort eingezogen. Das Haus wird 45 Plätze für Seniorinnen und Senioren haben. Neun Plätze sind für bedürftige Menschen reserviert.

Inzwischen wohnen drei junge Männer aus Deutschland in Mount Rosary. Sie leisten dort ein freiwilliges Jahr. Zwei von ihnen, Jonathan und Jan, arbeiten in Mount Rosarys Landwirtschaft. Der dritte Freiwillige, Josia, ist in einer nahe gelegenen Schule eingesetzt.

Jonathan, Jan und Josia in ihrer Stangenbohnenanpflanzung

Hier kommen nun noch ein paar Bilder aus Mount Rosary.

Während meines Aufenthalts wurde in Mount Rosary Pfeffer geerntet. Es handelt sich um Pfeffer, der zu den besten Sorten der Welt gehört. Er wird natürlich unter fairen und umweltverträglichen Bedingungen angebaut. Ich habe ein paar Kilo des schwarzen Pfeffers mitgebracht. Wer etwas davon haben möchte, möge sich bei uns melden (Tel. 02845/8857 oder E-Mail an ).

Wer Interesse an einem Freiwilligendienst in Mount Rosary hat, findet auf der Homepage von „weltwärts“ weitere Informationen.

Weiterer Fortschritt beim Neubau des Hospitals

15.12.2018 / 12.1.2019 / 27.1.2019

Trotz Geldmangel geht der Bau des Mount Rosary Krankenhauses weiter. Um meine Kirchengemeinde in Bodnegg, Baden-Württemberg, über den Stand der Bauarbeiten des Mount Rosary Krankenhauses in Alangar zu berichten, begab ich mich als Reporter auf die Baustelle und führte ein Interview mit Father Edwin Pinto, der das Projekt in die Wege leitete und betreut.

Über sieben Monate nach der Legung des Grundsteins ist das Gelände rund um das Mount Rosary Krankenhaus in Alangar nicht wieder zu erkennen. Ein ganzer Flügel des alten Gebäudes wurde abgerissen, um dem neuen Krankenhausbau Platz zu schaffen und obwohl die Bauarbeiten an diesem sich noch in vollem Gange befinden, überragt er das alte Krankenhausgebäude bereits um mehrere Meter.

Das Erdgeschoss des neuen Krankenhauses ist komplett fertiggestellt und es müssen nur noch die Wände eingezogen werden, um die Räume (für die Ärzte, Maschinen wie MRT, die Rezeption und die Notaufnahme) voneinander abzutrennen. Die massiven Betonsäulen, die das erste Stockwerk sowie das Dach darüber tragen sind ebenfalls fertig, das Grundskelett des gesamten Baus steht, das Dach wird gerade mit Eisenplatten gegen die Hitze verkleidet und insgesamt sind nun zwei Drittel des Bauprojekts abgeschlossen.

Die Finanzierung hingegen ist noch nicht einmal zu einem Fünftel gedeckt, so Father Edwin Pinto, der gemeinsam mit der Oberschwester Prescilla in den umliegenden Gemeinden um Förderer und Spenden wirbt. Doch es ist nicht so einfach wie in Deutschland, Unterstützung zu bekommen, da Privatpersonen in Indien weniger spendenfreudig sind und es auch kaum Institutionen gibt, die gemeinnützige Projekte unterstützen.

Trotz dieser Tatsache wird entschlossen weitergebaut. Das Ziel ist, das Krankenhaus am ersten Mai 2019, also genau nach einem Jahr seit Baubeginn einzuweihen und in Betrieb zu nehmen. Eine Ayurveda- (traditionelle indische Medizin) und Physiotherapie Klinik wurde bereits vergangenen Monat in Betrieb genommen. Bis Ende Dezember soll das erste Stockwerk des Krankenhauses mit Räumlichkeiten für Tages- und Langzeitpatienten sowie einem Operationssaal fertiggestellt werden und für die verschiedenen Abteilungen wurden bereits Verträge mit Ärzten aus der Umgebung unterschrieben. Die Finanzierung geschieht folglich rückwirkend.

“Wir haben die Arbeit im Vertrauen auf Gott begonnen und wissen, dass er sich um alles kümmern wird.” sagt Father Pinto gelassen.

Im Folgenden sehen Sie aktuelle Fotos, die ich Mitte Dezember von den Bauarbeiten auf dem Gelände des neuen Krankenhauses aus machte.

Links: Mount Rosary Wellness Center mit Ayurveda- und Physiotherapie-Abteilung, rechts: der neue Krankenhausbau
Der Neubau des Mount Rosary Hospitals
Die Arbeiter sind stolz auf ihr Werk und posieren immer gerne für Bilder
Hier sieht man zum Vergleich einen Flügel des alten und des neuen Gebäudes
Ausblick vom Dach aus
Auf der oberen Geschossdecke werden die Pläne studiert

Update vom 12.1.2019: Ende Dezember führte die Pfarrgemeinde Bodnegg eine Spendenaktion für das Mount Rosary Krankenhaus durch, bei der über 1000€ zusammenkamen. Mit den Spenden aus Deutschland kann nun ein weiterer Teil der Kosten abbezahlt werden, was den Bauleiter, Father Pinto und Sister Prescilla überaus glücklich macht. Mit der gemeinsamen Hilfe aus Deutschland und Indien kann das Krankenhaus tatsächlich dieses Jahr vollständig in Betrieb genommen und vielleicht auch schon abbezahlt werden.

Jonathan Binetsch


Update vom 27.1.2019 von Alfons Rasche: Bis Mitte Januar sind aus Jonathans Spendenaktion in seiner Pfarrgemeinde in Bodnegg einschließlich einer Spende von 500 Euro der Gemeinschaft Dreiquellen in Kochel am See 4.698,65 Euro zusammen gekommen. Die letzten Spenden in Höhe von insgesamt 1.350 Euro habe ich mit nach Mount Rosary genommen. Dort konnte Jonathan sie Schwester Prescilla und Monsignore Pinto übergeben. Wir freuen uns, dass wir mit mit unserem Verein die Spenden aus Bodnegg und Kochel am See nach Mount Rosary weiterleiten können.

Jonathan Binetsch übergibt Spenden für das Hospital in Höhe von 1.350 Euro an Monsignore Edwin Pinto und Schwester Prescilla D’Mello

Weitere Informationen folgen in Kürze!

Ein junger Mann aus Ravensburg arbeitet jetzt in Mount Rosary

29.4.2018

Seit Anfang des Monats arbeitet Jonathan, ein junger Mann aus Ravensburg, in einem Freiwilligen Sozialen Jahr in Mount Rosary. Er wird über seine Erfahren auf unserer Homepage berichten. Seine ersten Eindrücke hat er schon hier veröffentlicht: Jonathan in Mount Rosary

Wir freuen uns sehr darüber. In Kürze wird er auch Bilder von dort veröffentlichen.


Neue Überweisungen in Mount Rosary angekommen

Wir haben Anfang des Monats zwei Überweisungen mit einem Gesamtbetrag von 20.010 Euro geschickt. Das Geld ist dort gut angekommen. In dem Betrag sind die jährlichen Spenden für die Patenkinder enthalten. Außerdem haben wir auf Wunsch der Spender Geld für die Sozialarbeit für Frauen, die Versorgung von Kindern mit Lebensmitteln, die Familie der verstorbenen Perpetua, das Brillenprojekt (das damit abgeschlossen ist) und die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner von Mount Rosary überwiesen. Über einen Teil der Spenden können die Schwestern vor Ort nach Bedarf entscheiden.


Patenkindertreffen

Um die Osterzeit herum haben die Schwestern mit Unterstützung durch Princy Pinto wieder Treffen für die Patenkinder organisiert. Bei dieser Gelegenheit haben sie auch die Briefe an ihre Paten geschickt. Diese Briefe sind im Moment unterwegs nach Deutschland und werden von uns dann direkt verteilt.

Die Fotos stammen von Princy Pinto.

 

Kleinvieh macht auch Mist

25.7.2017

Wir wissen nicht mehr, wann es angefangen hat. Irgendwann haben wir begonnen, nicht mehr benötigte Dinge aus unserem Haus und Garten im Internet zu verkaufen: einen Fahrradständer für sechs Räder, ein Fahrrad vom verstorbenen Schwager, unser altes Tandem usw.

Das hörten dann Bekannte und Verwandte und brachten uns ihre Schätze aus dem Keller und den Schubläden, damit wir sie für unser Hilfsprojekt in Indien verkaufen konnten. Größere und etwas wertvollere Dinge versteigerten wir bei eBay, kleinere und weniger wertvolle Sachen verstauten wir in unserem Schuppen, gut sortiert und verpackt für den nächsten Trödelmarkt.

Da sammelte sich einiges an. Zuerst gingen wir zum Trödelmarkt nach Krefeld, ab 2014 nach Neuwied am Rhein. Dort verbanden wir das Nützliche mit dem Angenehmen, nämlich mit einem Besuch bei meinem Bruder George und seiner Frau Ute. Die beiden hatten ebenfalls schon angefangen, Sachen für den guten Zweck zu sammeln. Ute verkauft z. B. viele gebrauchte Bücher bei booklooker. So sammelte sich Euro um Euro. Im Januar 2015 begann ich dann, alle Erlöse aus dem Trödelverkauf aufzuschreiben.

Im Jahr 2015 bekamen wir besonders viele gebrauchte Dinge. Die Menschen hatten gehört, dass wir uns um ein Flüchtlingsehepaar kümmerten und somit auch Kontakt zum Flüchtlingsheim in Tönisberg hatten. Unsere Terrasse stand den ganzen Sommer immer wieder voll mit tollen Sachen. Wir kamen mit dem Sortieren und Wegräumen gar nicht mehr nach, so viel kam bei uns an. Viele Dinge gingen zu den Flüchtlingen und wurden dort dankbar angenommen. Was übrig war, verkauften wir dann wieder für Mount Rosary.

Vom 1.1.2015 bis heute ist somit der stolze Betrag von 5.929 Euro zusammen gekommen.

Allen Trödelspendern sagen wir herzlichen Dank und allen Käufern wünschen wir viel Freude an ihren Errungenschaften.

Anne Rasche


Wir haben heute 4.000 Euro nach Mount Rosary überwiesen. Zwei größere Teilbeträge sind für das Mount Rosary Hospital und für Elektroarbeiten in den Wohnungen für Seniorinnen und Senioren bestimmt. Außerdem wird von dem Geld ein weiterer Sanitärraum renoviert.